LOGBUCH.
13. Juli 2017
FREUDE, SCHÖNER GÖTTERFUNKEN.
13. Juli 2017
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LE COQ SPORTIF. (DER SPORTLICHE KOCH.)

Gemeinhin konnte es den Eindruck erwecken, die Welt sei vor rund drei Tagen untergegangen, wenn man in die Zeitungen (für die jüngeren Leser hier eine Erklärung) und E-Papers (für die älteren Leser hier eine Erklärung) blickte. Doch gemach gemach, zumindest das Redaktionsteam ist putzmunter und bereit für die bevorstehende Herkules-Aufgabe, die auf ihre Erfüllung pocht:

 

(die) Fasnachtseröffnung Ennetbürgen

 

Auch wenn es für konservative Seelen (zu) früh erscheinen mag, verkleidet und mit Pauken und Trompeten die Herzen der Massen zu erfreuen; für die involvierten Häxä bedeutet der heutige Auftritt vor allem eines: voller Einsatz! (Warnung: es folgt eine sensationelle Überleitung.) Apropos Einsatz: während des sportintensiven Sommers kam immer wieder der Gedanke auf, dass die Fasnacht viel mit Sport gemeinsam hat. „Hahaha, was hat der Verfasser dieser Zeilen wohl geraucht!?“, könnte der geneigte Leser denken. Folgende Beispiele sollen dabei helfen, es zu verstehen.

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Symboldbild für irgendwas.


«Punkte, die man anfangs Saison liegen lässt, fehlen am Ende der Spielzeit»

 

Deutung: im sportlichen Bereich ist diese Phrase an Logik kaum zu überbieten. Andererseits ist uns kein Narre bekannt, der einen verkorksten Uislumpätä-Auftritt an eine harzige Fasnachtseröffnung knüpft. (Hinweis: verkorkste Uislumpätä-Auftritte haben meist einen anderen Grund. Das Wetter.)

 

Übereinstimmung Sport/Fasnacht: 0,1%


«You miss 100% of the shots you don’t take»

 

Deutung: im sportlichen Bereich jede Chance zum Erfolg/Schuss wahrnehmen. Karnevalesk übersetzt, dass einem der eigene Körper für 100% der Shots, die man am Vorabend nicht trinkt, am nächsten Tag dankbar erscheint.

 

Übereinstimmung: 100% (in entgegengesetzte Richtungen)


«Das Runde muss ins Eckige»

 

Beitrag gelöscht aufgrund anstössiger Inhalte.


«Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt»

 

Deutung: im sportlichen Bereich immer sein Ziel im Auge behalten. An einem Guuggenauftritt bedeutet es, dass die hinterste Reihe doppelt so schnell wie die Trompeten spielen und gleichzeitig doppelt so langsam wie die Posaunen – der Rhythmus irgendwo dazwischen. Anschliessend behaupten alle felsenfest, ihr Tempo sei korrekt gewesen. Ergo: der Oberguugger zerknittert an der Shotbar.

 

Übereinstimmung: 20,0% (je nach Standpunkt)


«Ich musste meine Jungs ins kalte Feuer werfen»

 

Deutung: im sportlichen Bereich, dass der Trainer im Deutschunterricht geschlafen hat. Für die Erschtmäucher jedoch die perfekte Metapher, was sie im ersten Jahr erwartet: eigentlich ist es kalt, aber man hat heiss und ist nervös; der Blick angsterfüllt und zugleich voller Hoffnung; euphorisch aber unsicher. Man ist am Ziel seiner Jugendträume angelangt, aber was folgt danach? Geht man am Montag einfach wieder arbeiten als wäre nichts gewesen? Oder kündigt man am besten gleich seine Stelle und sagt dem Chef „Hey, ich habe am Rockstar-Leben geschnuppert, ich kann nicht mehr zurück – nie mehr!“ All das ist möglich, hell yeah!

 

Übereinstimmung: 0 bis 100% (je nach Enthusiasmus)


Voilà, fünf von total über 4’000 Überschneidungen zwischen Sport und Fasnacht (Witzeleien über den HC Ambri-Piotta nicht mitgezählt).

 

In diesem Sinne: allen einen schönen Fasnachtsbeginn und hoffentlich bis heute Abend! (Auftritt um zirka 19:00 Uhr und um Mitternacht.)

 

Herzlichst, die Red.